Viertem Abschnitt
Von den SacramenLen.
I^ach der Lehre der katholischen Kirche hat der Erlöser nament-lich in die Sacramente die Schätze seiner Liebe und Gnade, wo-mit er die Gläubigen stets trösten, aufrichten und stärken will,niedergelegt. Sie sind die Quelle, deren heilende Gewässer überdem Wege unserer Pilgerfahrt strömen, um Gesundheit undStärkung für die Seele daraus zu trinken. Darum soll derChrist sie als die Geschenke des allgütigen und allerbarmendenGottes, als göttliche Einrichtung hochachten und verehren undsich ihnen nur nahen mit der höchsten Weihe der Gesinnung.
Auch die Casuisten haben in ihren Moraltheologiecn die Leh-ren von den Sacramenten behandelt. Aber wie alles Heilige,wie die göttlichen und Kirchengebote unter dem Gifthauche derCasuistik verdorrt sind: so sind auch die Sacramente unter denHänden jener großen Meister verkrüppelt, das Heiligste ist pro-fanirt und in eine Carricalur verwandelt, und was Arzenei undStärkung für die Seelen sein sollte, ist mordendes Gift gewor-den. Dieß gilt vorzüglich von der Beichte. Den frivolsten Muth-willen, den schnödesten Spott mit dem Heiligsten treiben jene Wa-ter der Gesellschaft Jesu, die von dem Christenthume nur die nackteForm, von seinem Stifter nur den ruhmvollen Namen geborgthatten.
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