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kurzes Officium zu beten; genieße ich dieß Privilegium mit?Antwort: Allerdings, nach Hcnriquez '")
22) Jemand betet die Hor»8 mit einem Genossen; ist erverpflichtet, die Antiphonen und Lectionen zu beten? Antwort:Es genügt, wenn er sie lesen hört.
23) Jemand hat kein Brevier, aber wohl eine Diurnale,und das Officium ist keria; muß er die Psalmen beten?Nein, weil die Lectionen (die stehen nicht im Diurnale), wie-wohl klein an sich, doch den wesentlichen Theil des Officiumsausmachcn, ohne sie also die Matutin nicht canonisch ist. NachSanchez II.
b. lieber die Art und Weise, wie man die Korns beten soll.
Die Casuistcn haben das Beten der Tageszeiten, das sieauch von vorne als eine schwere Last betrachten, alles seinesgeistigen Werthes beraubt und es zu einem bloßen Wortge-plappcr, woran Herz und Geist nicht den mindesten Antheilnimmt, herabgewürdigt, so daß die Sache zum förmlichen Skan-dale wird.
24) Escobar fragt: Thut derjenige genug, der Sylbenmit Fleiß abreißt, aber den Sinn der Worte nicht bedeutendverletzt? Antwort: Allerdings, nach der Behauptung des Fil-liuccius.
25) Ist allzugroße Eile und Hast beim Absingen der Ta-geszeiten im Chore, oder beim Abbetcn eine schwere Sünde?Antwort: Ich verneine es mit Filliuccius, wenn cs nichtaus Verachtung geschieht, kein Aergcrniß erregt und die Wortenicht ganz verdorben werden. Letzteres würde zum Wiederholenverpflichten, zu große Hast aber nicht, weil ich ja dem Geboteunbedingt genüge, wiewohl das Aergcrniß, so ich gebe, eineschwere Sünde ist. Das ist auch die Meinung Busen-baums, nach Diana, Sylvins und Trulleu. '")
26) „Wird beim Beten der Tageszeiten auch innere Auf-merksamkeit erfordert? Antwort: Es ist probabel, daß sic nichterforderlich sei, nur habe man (ganz im Allgemeinen) die Absicht
»42) »Hob. n. »46. p. 65». II4Z) n. 132. I>, 649. I«») n. »42.»45) n. 128- p. 149. '»40) n. 147. »47) Losend. Hl'». 4. p. 488. n. 3.