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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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ein heiliger Ort, eine anständige Stellung des Körpers u,chWohllaut der Stimme.

Wahrlich, solche Forderungen kann nur ein jesuitischer Ca-suist, der wirkliche Seelcncrhebung zu Gott, Salbung des Ge-müths nie geahnet hat, dem die Erfüllung göttlicher Gebote nurDiessur und todter Mechanismus ist, machen.

Wir reihen an diese Aufschlüsse der Casuisten über dasGebet eine ganz verwandte.

tz- 5.

Ueber die Verpflichtung der Geistlichen, die canoni-schen Horns zu beten.

Wenn die ganze jesuitische Casuistik eine Chicane gegen Gottund die Kirche ist, so zeigt sich dieses nirgends deutlicher, alsbei diesem Gegenstände.

Die Kirche hat verordnet, daß alle und jede Geistliche,welche die höheren Weihen erhalten haben, zum Beten der Ta-geszeiten verpflichtet seien; sic will, daß dasselbe mit möglichsterAndacht und Erbauung geschehe. Beide Gebote haben die Ca-suisten mit gewohntem Scharfsinne untergraben und zu nichtegemacht, und katholische Geistliche mögen sich wundern, mitwelchem Kraftaufwanve die liebcralcn und gefälligen Väter ge-strebt haben, sie von einer Verpflichtung zu befreien, welchemanchen von ihnen als eine Last erscheint.

Der Gegenstand hat an und für sich nicht so viel Interesseund Wichtigkeit, als andere Punkte der jesuitischen Moral; aberweil bei der Behandlung desselben die Jesuiten so schlagende Be-weise gegeben haben, wie wenig sie die Institutionen der Kircheachteten, wie elend ihre Ansichten über die Erfüllung eines Ge-botes sind, und wie unchristlich sie über das Gebet dachten: sowollen wir doch den reichlich von den Casuisten dargebotenenStoff benutzen und ihn etwas weitläufiger, als wohl Manchemerwünscht sein möchte, behandeln.

U5> Lscok I. c. ii. 2l.