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lassung nicht verstehe. Und daran hat Escobar Recht;wir verstehen sie auch nicht.
2) Busen bäum sagt in gleichem Sinne: „Es kann zu-weilen die Wiederholung der Sünde erlaubt werden, damit derSünder sich desto eifriger bekehre. So Diana nach Regi-nald und Filliuccius."
Wendet man diese Fälle auf schwere Sünden, z. B. gegendas sechste Gebot an, welche Sünde enthalten sie gegen Gott,welche gegen den Nächsten! Und wissen denn diese gelehrten undseclcnkundigen Väter nicht, daß jede neue Sünde den Hang undReiz zu derselben vergrößert und die Besserung erschwert?
3) Welche Anwendung nun die Casuisten mit dem vorher-gehenden Casus gemacht haben, mag aus Folgendem erhellen.Nach Laymann darf ein Mann, der seine Frau im Verdachtedes Ehebruchs hat, um sie auf die Probe zu stellen, ihr eineGelegenheit zum Sündigen geben, um sie auf der That zu er-tappen °°), versteht sich, mit der Absicht, um sie zu bessern.Welch' eine Moral! Steht nicht geschrieben im Gebete desHerrn: Und führe uns nicht in Versuchung?
4) So resolviren Maldonad und Hurtado, daß mandie bei Lukas 17 vorgeschriebcne Ordnung im Warnen und Er-mahnen der Fehlenden nicht zu befolgen brauche, sondern gleichzum Angeben schreiten könne. Escobar erklärt sich dagegen.
7 /. Von der Feindcsliebe.
Das edelste und erhabenste Gebot der christlichen Religion,welches keine Religion der Alten kannte, welches nur einige gott-erleuchtete Männer, wie Sokrates und Epiktet ahneten, ist dasGebot der Feindeslicbe, deren schönstes Beispiel ja der Erlöserin der qualvollen Stunde seines Todes gab. „Liebet die, soeuch hassen, thut wohl denen, so euch beleidigen und Ucbels zu-fügen, betet für die, so euch verfolgen", das ist die himmlischeLehre Jesu, welche aber seinen sogenannten Jüngern, den Je-suiten, unbegreiflich war. Und in der That, ihnen mußte einsolches Gebot unerträglich sein, denn sie haßten ihre Feinde un-
82) Lscod. n. 89- 81 ) kurend, p. 87. n. 6. 84) idiä. p. 107. n. 2.k.scok. n. Il8. k 260. 8L) krcok. n. 77.