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erinnern? Antwort: Nur bei einer schweren Krankheit, unddann auch noch nicht einmal persönlich. Auch sind sie nicht ver-pflichtet, einen unbußfertigen Kranken zu verlassen, weil derPapst ja nichts Vergebliches befiehlt, was doch keinen Erfolghat; (iiiliil kru8trsii6iim soll wahrscheinlich heißen: der Krankewird dadurch, daß der Arzt auf Befehl des Papstes wcgbleibt,ja nicht bußfertig). Nach Sanchez. Das Zeugniß der Do-mestiken, daß der Kranke gebeichtet habe, reicht hin, weil dieBulle so ausgenommen worden ist, und die Mediciner schwören,sie in diesem Sinne zu halten. Sanchez.
So tyrannisch diese Bulle des heiligen Vaters war, so vielVerdienst haben sich unsere liberalen und scharfsinnigen Vätergegeben, um ihr den Inhalt zu rauben, und dicßmal muß mansie loben. Aber sage man ja nicht: die Casuisten haben vor denpäpstlichen Bullen Respect gehabt.
So viel über das dritte Kirchengebot.
§- 5 -
Ueber das vierte Kirchcngebot.
Du sollst alljährlich zur österlichen Zeit das Sacra-ment der Eucharistie empfangen.
Was wir dem vorhergehenden Paragraphen als Einleitungvorausschicktcn, kann passend auch auf diesen angewendet werden.Auch gegen dieß Kirchengebot haben die Väter Jesu keine Ehr-furcht bewiesen und es durch allerhand Ränke und Kniffe ebensochikanirt, als das vorhergehende
Das Gebot der Kirche, alljährlich die Eucharistie zu em-pfangen, ihre Aufmunterung, auch noch öfterer zu selber zu ge-hen, scheint den Jesuiten doch etwas zu übertrieben, und siewürden, wie bei der Beichte, so auch hier eine viel mildere Be-stimmung getroffen haben, wenn man ihnen die Sache über-lassen hätte. Die ehrwürdigen Väter sind so human, daß sieNichts fcstsctzen, was Einen auch nur im mindesten geniren könnte.
1) Man höre, wie gut es der fromme Vater Escobar ver-hüt: Man muß, sagt er, nach göttlichem und kirchlichem Gesetze
n) I-.rcuk. !. c. u. 2g. p. 192. 193.