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Die Moral und Politik der Jesuiten nach den Schriften der vorzüglichsten theologischen Autoren dieses Ordens
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durch jene Entdeckung eine Vcrurtheilung oder einen bedeutendenVcrmögensverlust zu erleiden? Antwort: Bannez hat behaup-tet, ich dürfe ihn tödtcn, wenn er, vorher ermahnt, nicht «blas-sen wolle von seinem Vorhaben, und ich keine Hoffnung habe,anders zu entrinnen, weil, wenn ich ein heimliches Verbrechenbegangen habe, Keiner einen Grund hat, mich anzuklagen.(Welch ein Grund, welche Logik, welche Sophistik! Wer alsoin Gegenwart eines einzigen Zeugen einen Raubmord begangenhat, der darf jenen ohne Sünde ermorden, wenn er fürchtenmuß, von ihm angegeben zu werden!) Aber Koninch hat ge-lehrt, daß, wiewohl die Meinung des Bannez (eines voetorKravis) mit bloßer Berücksichtigung des Naturrcchtes (erlaubtdenn dieß einen solchen Mord?) probabel sei, das positive Rechteinen solchen Mord doch habe verbieten können, und wirklichverboten habe." ^>)

9) Lanner hat das Kapitel vom Morde mit recht behag-licher Weitläufigkeit abgehandclt und läßt sich in folgender Weisevernehmen.

Der heil. Thomas lehrt, daß es Niemandem erlaubt sei, aufeigene Faust und mit Vorbedacht einen Menschen zur Rettungdes eigenen Lebens zu tödten, weil, sagt er, Keiner für sich al-lein und mit dem Vorsatze es zu thun, ohne öffentliche Ermäch-tigung tödten darf. Darnach richten sich die Thomisten.

Sotus und Valencia aber lehren das Gegcntheilund diese Ansicht scheint mir die probablere zu sein,denn bei einer den Umständen entsprechenden Mäßigung ist cserlaubt, einen solchen Angreifer zu tödtcn und zwar auf direk-tem Wege; also ist es auch erlaubt, ihn auf solche Weise tödtenzu wollen, besonders, da es nicht wohl möglich ist, Jemanden zutödten, ohne dazu den Willen zu haben, von dem Augenblickean, wo man den Willen hat, sich zu vertheidigen.

Hieraus desinirt der Jesuit nun folgende Sätze:

I. Es ist erlaubt, auf solche Weise den Feind zur Rettungseiner Keuschheit, Schamhaftigkeit und seiner Glieder zu tödtcn.Nach Lessius e. 9. ckud. 12.

0l) Lscod. I c. n. Hg.