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fürchten, daß cs Euch gelingen werde, meine Schrift gegen dieJesuiten dem deutschen Volke als ein Verbrechen cinzureden."
So weit über diese Puncte. Nun muß ich noch einigeAeußerlichkeiten meiner Schrift besprechen.
Uns Deutschen fehlt es noch durchaus an einer gediegenenLiteratur über die Jesuiten. Wolf's Geschichte der Jesuitenträgt den Stempel der Parteilichkeit an sich, mit der zu seinerZeit Alles zu leidenschaftlich für oder gegen den Orden sprach;dazu fehlt ihr die pragmatische Gediegenheit. Uebcr die Moralund Politik der Jesuiten besitzen wir so zu sagen Nichts. Dasgroße französische Werk, welches v. 1760 auf Befehl des Par-laments zu Paris aus den Schriften der Jesuiten über diesenGegenstand extrahirt wurde, hat, wenn ich nicht irre, nicht ein-mal einen deutschen Uebersetzer gefunden und ist in Deutschlandvöllig unbekannt geblieben. Pascal' s classische Provinzialbriefe,die vor 200 Jahren den Jesuiten zuerst einen Todesstoß gaben,sind bei uns vergessen; dazu umfassen sie bloß einen kleinen Theilder einschlagenden jesuitischen Literatur. Saint DomingosBuch, wovon wir eine Uebersetzung haben, behandelt nur zehneinzelne Punkte aus dem Gebiete des Dekalogs, berührt abergar nicht die jesuitische Lehre von den Kirchcngeboten und dienoch wichtigere von den Sacramenten. So weit, um anderesUnbedeutende zu übergehen, von den Fremden. Von.Deutschenhat jüngst der treffliche Harleß in Erlangen, jetzt Mitgliedder zweiten Bayrischen Kammer, ein zwar kleines, aber in-haltsschweres Büchlein, „der Jesuiten-Spiegel, oder hatman Ursache, sich vor den Jesuiten zu fürchten?", geschrieben,und es den Münchner historisch-politischen Blättern alsFehdehandschuh hingcworfcn, den dieselben aber, nach ihrerManier, haben liegen lassen. Harleß hat in seinem Schriftchenauf 40 Seiten einen Gang durch das weite Gebiet der jesuiti-schen Moraltheologie gemacht, hat in wenigen markigen Pinsel-strichcn ein Miniaturgemälde von der Corruption des Ordens