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§. z66. Der volle Mond erscheint daher mit blossenAugen größer als ein jeder dunkler Körper unter einemgleich großen Sehewinkel. HerrIurin setzt diese Vsrgrös-ferung auf 4 Minuten bey solchen Augen, die man für guthält (denn sonst ist hiebe«) noch einiger Unterschied,) DerGlanz der Mondscheibe müßte nach dieser Erklärung, daßdas Licht um den wahren Mondrand noch einen Zersiren-ungskreis bildet, in den Mittlern Theilen stärker ftyn, wel«ches sich aber nicht findet und wovon die Ursache vornemlichin den daselbst befindlichen dunklen Flecken zu suchen ist, diediesen stärkern Glanz mildern. Wenn der volle Mond inder Nachbarschaft zweyer Sterne steht, deren scheinbareEntfernung von einander bekannt ist, so wird man durchdie Schätzung, wie viele Monde wol zwischen Heyden Raumhätten, sich überzeugen können, daß der Mond im Durch-messer größer erscheine. Noch besser zeigt der Augenschein,daß leuchtende Körper am Himmel größer als dunkle undeben so große aussehen, wenn man auf den zu oder abneh-menden sichelförmig erleuchteten Mond Achtung giebt, dennda scheint die helle Sichel einer größern Scheibe als demzugleich sichtbaren dunklen TheU des Mondes zuzugehören,und eben so sieht bey Sonnen- und Mondfinsternissen dernoch helle Theil größer aus als sich durch wirkliche Ausmes-sungen findet.
§. 367. Der scheinbare Durchmesser der Planeten wirdmit blossen Augen, das heißt: beym undeutlichen Sehenin eiyem viel stärkern Verhälrniß als der Durchmesser desMondes vergrößert. Herr Iurii, berechnet, daß wenn