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matter Schein ausbreitet, und wodurch das Bild vergrößerewird. Dies ist ein scheinbares und unvollkommenes Sehen,welches die Fernröhre dadurch abhelfen, daß sie diese falscheStraten absondern und uns das deutliche nach der wirkli-chen Größe des Sehewinkels entstehende Bnd vom Gegen-stände vergrößert darstellen. Die Flamme einer Kerze kön,«en wir des Nachts in einer großen Ferne sehen, nnö selbi-ge erscheint mit bloßen Augen sogar größer als durch Fern-röhre, dahingegen sich ein dunkler Körper von nemlicherGröße bey Tage bereits in einer viel geringer» Weite ausunfern Augen verliert.

§. 365. Die alten Astronomen, welche nur mit blos-sen Augen die Himmelskörper betrachteten, hielten daherdie scheinbaren Durchmesser der Planelen und Fixsterne fürviel größer als die Neuern sie durch Fernglaser finden.Wiewol die Astronomen sich gemeiniglich nach und nach einegewisse Fertigkeit im dsutlichern Sehen erwerben, nachwelcher sie die Sterne mit blossen Augen nicht für so großhalten als diejenigen, welche hieran nicht gewöhnt sind,auch selten oder niemals die Himmelskörper durch Fernglä-ser betrachten. Letztere klagen deswegen oft, daß die Fern-röhre nicht so stark wie sie erwarteten, vergrößern, da sie denundeutlichen und durch seinen Glanz viel ansehnlicher in dieAugen fallenden Planeten vergrößert zu sehen hoffen, stattdaß die Glaser derselben nur ein von dessen eigentlichemscheinbaren Durchmesser entstandenes deutliches Bild erwei-tert darstellen.

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