( 2 ?I )
gern Entfernung wird. Es scy tt? 14 die scheinbare Halb-kugel; »2dl aber das eingebildete um das Zenich ^ starkgesenkte Gewölbe des Himmels, dessen letzterer Mittel»punct weit unterhalb dem Horizont oder dem Punct 0 alSdem Standort des Beobachters liegt. Nun ist hier an derinner» Seite der Figur der Mond zum Beyspiel genom«wen und von 15 zu 15° seiner Höhe an der scheinbarenHalbkugel des Firmaments verzeichnet, wobey die Gesichts-winkel in 0 in allen Ständen des Mondes (bis ans wenigeSecundcn (§. Z49-) gleich groß bleiben. Glauben wirnun, es scy durch welche irrige Vorstellung es wolle, daßder Mond uns im Aufsteigen an dem gesenkten Gewölbedes Himmels naher komme, so werden wir denselben z.'B."in der Höhe von 45° in a zu sehen vermeinen, wobey derGesichtswinkel mvp mit allen übrigen gleich groß bleibt,der Mond aber uns kleiner vorkommt, weil da dieGesichtS-linien naher an einander fallen, welche Abnahme desMonddurchmessers vom Horizont bis zum Zenith die Figurdeutlich vorstellt.
§. 354. Hiernach laßt fich auch erkennen, daß dieNiedriger» Grade weit größer als die höhern erscheinen,und daß wir folglich die Himmelskörper wenn sieB. miteinem Quadranten gemessen 45° hoch stehen um weit mehrals die Halste vom Horizont bis zum Zcnith hxrauf erbli-cken, indem wir ihre Höhe aus dem scheinbaren Bogen-stück des flachen Himmelsgewölbes welches wir zwischenihnen und einem dieser Puncte sehen beurtheilen. Nach derFigur ist für diese Höhe in s das Stück 14 a weit größer als