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§ ?22. Wanne und Kälte haben zugleich einen gros-sen Einfluß auf die Beschaffenheit und Wirkung der Luft.Durch eniere wird sie ausgedehnt oder verdünnt und durchdie letztere verdickt, auch wird durch die Warme die Feder-kraft der Luft verstärkt und durch den Druck vergrößert,nemlich es wird durch die Wärme jedes Lufttheilchcn elasti-scher und durch den Druck kommen in einem kleinen Raumeben so viele elastische Theile naher zusammen.

§. Z2z. Weil die Luft schwer und zugleich elastisch ist,so folgt, daß ste näher an der Erdoberfläche dichter als inden höhern Gegenden seynmnß, indem sie dort von demGewicht der letztern zusammengepreßt wird. Es ist unbe-kannt, wie hoch sich eigentlich der Luftkreis erstreckt, dadessen Dichtigkeit und Schwere aus voriger Ursache nichtgleichförmig mit der Höhe abnehmen, doch läßt sich dasGewicht einer Luftsäule die von der Erdoberflache bis zurGrenze der ganzen Atmosphäre sich erstreckt, vermittelst desBarometers oder einer jeden mit Quecksilber angefüllten Röh-re finden, da man weiß daß dieselbe mit einer ohngefehr 28Zoll langen Quecksilbersaule von gleicher Grundflache imGleichgewicht sieht, und da das Waffer igmal leichter'alsQuecksilber ist, so kann eine dergleichen Luftsaule das Wasserin einer Röhre 32 Fuß hoch erhalten. Dies giebt für jedenQuadratfuß der Erdoberfläche einen Druck der Luft vonS286 Pfund.

§. Z24. Wäre das Gefetz völlig bekannt nach welchen»sich die Dichtigkeit der Luft in den obern Gegenden vermin-dert, so ließen sich aus beobachteten Barometerhöhen auf