Druckschrift 
1 (1793)
Seite
186
Einzelbild herunterladen
 

( 186 )

Da nun die Kräfte der Schwere auf der Erdoberfläche sichumgekehrt, wie die Entfernungen vom Mittelpunkt derErde, wohin sie wirken, verhalte», so entsteht hierausdas Verhältniß der halben Erdaxe zum Halbmesser des Ae-quators, oder der ganzen L.änge der Axe zum Durch-messer des Acquators, nemlich, wie 439, ic> zu 441,69oder wie 43910:44169 und in kleinern Zahlen wie 191 -192beynahe. Dies Verhältniß trist ziemlich mit dem im §.263Md 269 angegebenen zu.

§. 273. Ob nun gleich hiernach die Abplattung derErdkugel nur etwa den rasten Theil ihres Durchmessersaustragt und wir daher in vielen Fällen, unter andern auchbey Verfertigung der Erdgloben und beym Entwurf der all-gemeinen Charten von der ganzen Erdfläche, dieselbe ohnemerklichen Fehler als völlig kugelrund betrachten können,so ist doch an der genauen Kenntniß der eigentlichen Figurder Erde besonders in der allgemeinen Naturlehre viel gele-gen. Denn wir haben nunmehr 1) einen richtigen physika-lischen Beweis von ihrer täglichen Umwälzung, da dieErhöhung der Länder und Meere unter der Mittellinievon derselben zufolge der Mittelpunctsfliehenden Kraft,entstanden ist. Sie setzt daher 2) die Theorie der Schwerein ein neues Licht, oder man sieht deutlich ein, wie die Ge-setze derselben bey einer ruhenden und vollkommen runden

Güte, weil sie äußerst schwer anzustellen, und dabey viele Um-stände, besonders die verschiedene Lufttemperatur scharfsinnigzu überlege» sind.