146 M. Chemische Verwandtschaften..
wandrscbafccn von ihren rcfpectwcn Verbindunggen gerrennt werden, lind daß es also keine Smgfenfolge der einfachen Wahlverwandtschaft fürdlefe Grosse giebt. Dieser Satz, des, man freylicherst paradox sindcn wird, folgt dcmohngeaehtet aus derNichtdarstellbarkeit dieser Stoffe selbst; denn sie würdenja für sich allein und ohne Verbindung mir andern dar-stellbar scyn, wenn sie durch einfache Wahlverwandt-schaften von ihren Verbindungen mir andern geschiedenwerden könnten. Man versuche es auch nur, Ver-wandtschafrsfolgen davon aufzustellen; und man wirdsehr bald auf Widersprüche stoßen, die nicht zu he-ben sind.
Andere nothwendige Berichtigungen unserer Ver-wandtschaftstafeln übergehe ich hier, wo ich keine Ab-handlung über die Verwandtschaftslehre entwerfen will.Ich empfehle darüber Morveau's schahbare Abhand-lung ch nachzulesen.
Ich halte es bis seht noch für viel zu früh, allge-meine Gesehe, wornach die Wahlverwandtschaften ge-schehen, zu entwerfen; dazu haben wir wahrlich nochnicht Thatsachen genug. Man sammle aber so viel als mög-lich diese Thatsachen; man übersehe die Einwirkung undThatigkeit der sogenannten feineren Stoffe bcy der Abän-derung der Phänomene, besonders des Wärmcstoffs,und dessen Einfluß auf die Veränderung der Form derSubstanzen durch, denselben, nicht; man erinnere sich,daß unsere Classisicationsarten nur so lange einen Werthhaben dürfen, als sie zum Zusammenfassen von Phäno-menen und zur Uebersicht derselben dienen; und opfere sie
auf,
*) DeS Herrn Guxwn Moroean allgemeine theoretische undpraktische Grundsatze der chemischen Affinität oder Wahlanzi«hung. A. d. Franz. von Dav. Jos. Veit. Mit Anm. vo»S, F. -Hermbsiädt» Berlin 1794. Z.