i6 l. Chemische Nomenclatltr.
man den Unterschied von der verschiedenen Beschaffenheitder Saure, nicht von der des Metallkalkes her. Daserstere ist aber offenbar falsch. Denn, wenn es wahrwäre, daß im Quecksilbersublimate sogenannte dcphlogi-stisirte Salzsaure wäre, so müßte er nach der Zersetzungdurch Gewächsalkali, auf nassem Wege, oxygenirt-salz-saures Gewächsalkali geben, was doch nicht geschehet;er giebt nur gemeines Digestivsalz. Vergeblich beruftman sich darauf, daß rcgulinisches Quecksilber und oxy-genistrte Salzsäure ätzenden Sublimat gäben, wie siewirklich thun; denn hier wird ja die oxygenisirte Salzsäuredadurch, daß ste das Quecksilber verkalkt, durch Abtre-tung eines Antheils ihres Sauerstoffs, zur gemeinenSalzsäure.
Um diesen wichtigen Unterschied der Verbindung ei-ner Säure mit vollkommenem und unvollkommenemLNetallkalk anzuzeigen, brauche ich im Deutschen fürletztes den Namen des Metalles selbst, für erstem setzeich noch den Namen Aalk hinzu; im Lateinischen brau-che ich zur Bezeichnung der Verbindung eines unvollkom-menen Merallkalks mit der Säure als Nennwort auchden Namen des Mctalles selbst, weil dies einmal in derneuen Nomenclatur hergebracht ist; für die Verbindungdes vollkommenen Metallkalks mit der Säure flectire ichaber den Namen des Metalles in icum, nach der schonvorher angezeigten Weise. Z. B. scbwefelsäures Lui-sen, , (grüner Eisenvitriol, die Ver-bindung der Schwefelsäure mit unvollkommenem Eisen-kalk,) und scbwvefeljaurer Estenkalk, /äff,/»«.z-kcttM, (dephlogistisirter Eisenvitriol, gelb oder roth ge-brannter Eisenvitriol, die Verbindung der Schwefelsäuremir vollkommenem Eisenkalk;) sälzigtsaures (Duecksil-ker, , (versüßtes Quecksilber;gemeine Salzsäure und unvollkommener Quecksitberkalk,)und stÜMtstmrer (AueckjWerkalk,