iz I. Chemische Nomenklatur.
nicht ein, daß er auf die Vorstellung hindeute, die Me?tallkalke enthielten Kalkerde. Davon sagt die Geschichteder Lehrmeinungen der Chemie kein Wort. Auch ist derName nicht Stahlianisch; denn lange vor dem gutenStahl nannte man die Metallkalke (llllc-es inetsllorum,und die Operation, durch die sie erhalten werden, Ver-kalkung ((lalLinatia). Die Gefahr, durch den NamenMetallkalk zu der Vorstellung veranlaßt zu werden, alsob ^xalkcrdc darin enthalten scy, ist wol nicht größer,als die, durch den Namen (Quecksilber auf den Jrr-thum zu gerathen, es sey dasselbe ein Abkömmling vomSilber, oder enthalte Silber; oder beym Worte Blcy-glas zu glauben, es sey gemeines Glas darin. DerName Mctallkalk ist so gefahrlos, als der vom Me-tallglas, den man doch, wie den Namen Verglasen,in der neuen Nomcnclatur beybchalteu hat. Wer da-durch noch gefährdet werden kann, für den ist doch alleNomenclatnr unnütz.
Ich brauche also die Namen Metallkalk, Ver-kalkung, statt metallische -Halbsaure, und Ansäu-rung , weil die erstem schon eingeführt, schon bekannt,und nicht hypothetisch sind, wie die lehtern. Die Aus-drücke , verbranntes Metall, Verbrennung der Me-talle, die einige vorgeschlagen haben, passen gar nicht.Denn Verbrennen heißt ürntnuckelung von Feuermit und durch Zerstyung von Lebenslust. Eskann aber bekanntlich Verkalkung der Metalle ohne Le-bensluft, obgleich nicht ohne Sauerstoff, hervorgebrachtwerden.
z) Bey den Sauren habe ich in den lateinischenBenennungen die Endigungen auf und beybe-halten, um bey einer und derselben Saure den Grad ih-rer verschiedenen Oxygcnirung oder Phlogistisirung anzu-zeigen. In der deutschen Ueberschung habe ich dies auchdurch Flexionen des Beywortö auszudrücken gesucht. Ich
habe