Einleitung. 9
es aber nicht behalten kann, daß Zinnsber sKwefekhakiges Cü.uecksilber, Zülcrerfalz schwefelsaure TalL^erde, Alaun schwefelsaure Thonerde ist, der ist dochfür die Chemie vcrlohren, und den wird auch die neueNomenclatur zu keinem Chemistcn machen können.
Doch diese neue Nomenclatur ist nun einmal in ih-rem ganzen Umfange da, und die künftige Generationmuß sich gefallen lassen, so viele Synonyma mehr zu er-lernen; nur wünschte ick), daß sie wenigstens in unsrerMuttersprache mit der Gleichförmigkeit, als sie bey denFranzosen eingeführt ist, angewendet würde. Ich legehier den Entwurf einer neuen deutschen und lateini-schen Nomenclatur vor. Ich habe die neue der Franzo-sen zum Grunde gelegt, aber auch Abänderungen undAbweichungen zu machen für nöthig gefunden. Sie sollganz unpartcyisch, bloß auf reine Thatsachen gegründetseyn, aber auch alle die Verbesserungen enthalten, wel-che die neue französische hat. Sie ist das Resultat einernahern und sorgfältigem Critik dieses Gegenstandes.Folgendes sind die Gründe, durch die ich mich zu Ab-weichungen von der neuen Nomenclatur bestimmen ließ.
1) Mein Hauptaugenmerk war dahin gerichtet, ei-ne Nomenclatur zu entwerfen, die ans gar kein Gy?sicm der Chemie hinzielte, welche der AnHanger derlehre vom Brennstoff, wie der Widersacher desselben,brauchen könnte. Meine Namen sollen von aller Be-ziehung auf das, was Hypothese ist, frey seyn. Manfangt an, der Scctirerey in der Chemie herzlich satt zuwerden, und ich glaube, daß durch diese meine Bemü-hungen eine nähere Vereinigung der Parteyen bewirktwerden kann. Es verrath wahrlich blindes Vorurrheil,Mangel an ruhiger Ueberlegung, und ich möchte sagen,an aller Logik, wenn man behauvten wollte, daß die neuefranzösische Nomenclatur schlechterdings keine Namenhatte, die eine hypothetische Voraussetzung enthielten,
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