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Vierter Theil (1796) Chemische Nomenclatur. Uebersicht der einfachern und zusammengesetzten Stoffe. Chemische Verwandtschaftstafeln. Nebst Register
Entstehung
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Einleitung. 7

zahl deutscher Chemisten eine freundschaftliche Überein-kunft in ver Wahl der Namen treffen, und sich verbinden,in ihren Schriften künftig keine andern zu brauchen, alsdie durch ihre Übereinkunft gewählt worden sind. Meh-rere de? jetzigen von deutschen Schriftstellern gebrauchtenNamen drücken das gar nicht m der Übersetzung aus,was die Originale sagen wollen, z.B. Halbsäure statt

Wenn man gleich zugestehen muß, daß durch dieeingeführte neue Nomenclatur das neue System vorzüg-lich ausgebreitet und begründet worden ist, so kann mandoch auch nicht leugnen, daß sie dadurch, daß sie andie Stelle mehrerer, an sich auf keine Hypothese hin--zielender, ganz unschuldiger, in Künsten lind Gewerbeneingeführter, und allgemein zum Bürgerrecht gelangterWorte neue setzte, bloß in der Absicht, um durch siegleich die Mischung und Bestandtheile der Zusammen-setzung, die dadurch bezeichnet werden soll, anzudeuten,das Studium der Chemie nicht erleichtert,, sondern viel-mehr erschwert hat. Man kann die hergebrachten Tri-vialnamcn nicht verbannen, die einmal bei) Künstlern,welche von der Chemie Anwendung machen, eingeführtsind; man würde jenen durch den Gebrauch der neuenNomenclatur unverstandlich seyn. In der Pharmacie,und bey der Anwendung der Chemie zum Receprschrei-ben, wird man schwerlich je die alte Nomenclatur vor-drangen dürfen; eine Neuerung könnte hier große Übelnach sich ziehen, die noch dazu den unschuldigen Drittentrafen. Hat. doch selbst die weit ausgebreitetere, undschon langer bekannte, linneische Pflanzennomcnclaturbis jetzt nicht die alte der Officium verdrangen dürfen,und das von Rechtswegen. — Wenn also die Chemienicht bloß erlernt wird, um unsere Specnlation zu be-schafftigcn, oder unsere Kenntnis der Natur zu erwei-tern, sondern wenn wir davon Anwendung im gemeinen

A 4. leben