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Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten
Entstehung
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113
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Es ist wahr, daß in diesem Zustande keinsder Laster stattfinden wurde, dieRousseauSGefühl so sehr empörten; der Mensch wirdessen, wenn ihn hungert und trinken, wennihn dürstet, was er zuerst vor sich findenwird; und wenn er gesattiget 'st, wieder keinInteresse haben, den andern derjenigen Nah-rung zu berauben, die er selbst nicht brauchenkann. Wenn er satt ist, so wird vor ihm jed-weder ruhig esicn und trinken können, wasund wie viel er will; denn er bedarfjezt ebenRuhe, und hat nicht Zeit, den andern zustören. In der Aussicht in die Zukunft liegtder wahre Charakter der Menschheit; sie istzugleich die Quelle aller menschlichen Lasier.Leitet die Quelle ab, und es ist kein Lastermehr da; und Rousseau leitet sie durch sei-nen Natnrsiand wirklich ab.

Aber zugleich ist es wahr, daß der Mensch sogewiß er ein Mensch und kein Thier ist, nichtbestimmt ist, in diesem Zustande zu bleiben. DasLaster wird durch ihn freilich aufgehoben, aber mitihm auch die Tugend und überhaupt die Ver-H nunft.