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Es ist wahr, daß in diesem Zustande keinsder Laster stattfinden wurde, dieRousseauSGefühl so sehr empörten; der Mensch wirdessen, wenn ihn hungert und trinken, wennihn dürstet, was er zuerst vor sich findenwird; und wenn er gesattiget 'st, wieder keinInteresse haben, den andern derjenigen Nah-rung zu berauben, die er selbst nicht brauchenkann. Wenn er satt ist, so wird vor ihm jed-weder ruhig esicn und trinken können, wasund wie viel er will; denn er bedarfjezt ebenRuhe, und hat nicht Zeit, den andern zustören. In der Aussicht in die Zukunft liegtder wahre Charakter der Menschheit; sie istzugleich die Quelle aller menschlichen Lasier.Leitet die Quelle ab, und es ist kein Lastermehr da; und Rousseau leitet sie durch sei-nen Natnrsiand wirklich ab.
Aber zugleich ist es wahr, daß der Mensch sogewiß er ein Mensch und kein Thier ist, — nichtbestimmt ist, in diesem Zustande zu bleiben. DasLaster wird durch ihn freilich aufgehoben, aber mitihm auch die Tugend und überhaupt die Ver-H nunft.