Druckschrift 
Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten
Entstehung
Seite
38
Einzelbild herunterladen
 

?8

nicht widersprechen. Der Trieb geht aufW e ch-selwirkung, gegenseitige Einwirkung,gegenseitiges Geben und Nehmen, gegc n-seitiges Leiden und Thun: nicht aufblsseKau-salität, nicht aufbloscThätigkeit, wogegen der an-dere sich nur leidend zu verhalten hätte. DerTriebgeht darauf aus, freie vernünftige Wesenausser uns zu finden, und mit ihnen in Gemein-schaft zu treten; er geht nicht auf Subordi-nation, wie in der Körperwelt, sondern ergeht auf K o o rd i na t io n aus. Will mandie gesuchten vernünftigen Wesen ausser sichnicht frei seyn lassen, so rechnet man etwablos auf ihre theoretische Geschicklich-keit, nicht auf ihre freie praktische Vernünf-tigkeit: man will nicht in Gesellschaftmit ihnen treten, sondern man will sie, alsgeschicktere Thiere, beherrschen, und dannversezt man seinen gesellschaftlichen Trieb mitsich selbst in Widerspruch. Doch was sageich: man versezt ihn mit sich selbst in Wider-spruch ? man hat ihn vielmehr noch gar nichtjenen höhern Trieb: die Menschheit hat sich

dann