trachten, als seinem Ich angehörig, da er dochdemselben gerade entgegengesezt ist? und danndie zweite: wie kömmt der Mensch dazu, ver-nünftige Wesen seines Gleichen ausser sich an-zunehmen, und anzuerkennen, da doch derglei-chen Wesen in seinem reinen Selbstbewußt-seyn unmittelbar gar nicht gegeben sind?
Zch habe heute die Bestimmung des Men-schen in der Gesellschaft festzusetzen und MeLösung dieser Aufgabe sezt die Beantwortungder leztern Frage voraus. — Gesellschaft nen-ne ich die Beziehung der vernünftigen Wesenaufeinander. Der Begriff der Gesellschaft istnicht möglich, ohne die Voraussetzung, dastes vernünftige Wesen ausser uns wirklich gebe,und ohne charakteristische Merkmale, wodurchwir dieselben von allen andern Wesen unterschei-denkönnen, die nicht vernünftig sind, unddem-nach n cht mit zur Gesellschaft gehören. Wiekommen wir zu jener Vorauesehung? und wekches sind diese Merkmale? Dieß ist die Frage,,die ich zufördcrst zu beantworten habe.