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Faust : eine Tragödie ; Theil 2 ;
(Vollendet im Sommer 1831)
Seite
321
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Grün das Gefilde, fruchtbar; Mensch und Heerde

Sogleich behaglich ans der neuste» Erde,

Gleich angesiedelt an des Hügels Kraft,

Deu aufgewälzt kühn-emsige Völkerschaft,

Im Innern hier ein paradiesisch Land,

Da rase draußen Fluth bis auf zum Rand,

Und wie sie nascht gewaltsam einzuschießen,

Gemeindrang eilt die Lücke zu verschließen.

Ja! diesem Sinne bin ich ganz ergeben,

D«S ist der Weisheit letzter Schluß:

Rur der verdient sich Freiheit wie das Lebe»,

Der täglich sie erobern muß.

Und so verbringt, umrunge» von Gefahr,

Hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr.

Solch ein Gewimmel möcht' ich seh«.

Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn.

Zum Augenblicke dürft' ich sagen:

Verweile doch, du bist so schön!

Es kann die Spur von meinen Erdetagen

Nicht in Aeonen untergehn. ^

Im Vorgefühl von solchem hohen Glück

Genieß' ich jetzt den höchsten Augenblick.

(Faust sinkt zurück, die Le muren fassen ihn aufund legen ihn auf den Beten.)

Mephistvpheles.

Ihn sättigt keine Lust, ihm gnügt kein Glück,So buhlt er fort nach wechselnde» Gestalte»;De« letzten, schlechten, leeren AugenblickDer Arme wünscht ihn fest zu Italien,

Eireche's Faust, kl. Tb. ZI