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Faust : eine Tragödie ; Theil 2 ;
(Vollendet im Sommer 1831)
Seite
294
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Wenn dieser es erfährt, schnell wird er sträflich richte».Mit heiligem Strahl dein Reich das sündige zn ver-nichten.

Denn »och vergaß er nicht wie du, znr höchsten Zeit,An deinem Krönungstag, den Zauderer befreit.Von deinem Diadem, der Christenheit zum Schaden,Traf das verfluchte Haupt der erste Strahl der Gnaden,Doch schlag' an deine Brust und gib vom frevlen Glück,Ein mäßig Schärflcin, gleich dem Heiligthum zurück.Den breiten Hügelraum, da wo dein Zelt gestanden.Wo böse Geister sich zu deinem Schuh verbanden.Dem Lngenfürsten du ein horchsam Ohr geliehn.Den stifte, fromm belehrt, zu heiligem Bemüh«.Mit Berg und dichtem Wald, so weit sie sich erstrecken,Mit Höhen die sich grün zu steter Weide decken.Fischreichen klaren Seen, dann Bächlcin ohne Zahl,Wie sie sich, eilig schlängelnd, stürzen ab zn Thal.Das breite Thal dann selbst, mit Wiesen, Gauen,Gründen:

Die Reue spricht sich ans, und du wirst Gnade finden.Kaiser.

Durch meinen schweren Fehl bin ich so tief erschreckt.Die Gränze scy von dir nach eignem Maß gesteckt.

E r z b i s ch o f.

Erst: der entweihte Raum wo man sich so versündigt.Seh alsobald zun, Dienst des Höchsten angekündigt.Behende steigt im Geist Gemäuer stark empor,Der Morgensoune Blick erleuchtet schon das Chor,