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Faust : eine Tragödie ; Theil 2 ;
(Vollendet im Sommer 1831)
Seite
260
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Faust.

Mit solchem Räthselkram verschone mich!Und kurz und gut, was soll's? Erklare dich.

Mephistopheles.Aus meinem Zuge blieb mir nicht verborgen.Der gute Kaiser schwebt in große» Sorgen,Du rennst ihn ja. ZllS wir ihn unterhielten.Ihm falschen Rcichthnm in die Hände spielten.Da war die ganze Well ihm feil.

Denn jung ward ihm der Thron zu Theil,Und ihm beliebt' es falsch zu schließen.Es könne wohl zusammengehn.

Und scy recht wünschenswcrth und schön,Regieren uud zugleich genießen.

F a u st.

Ein großer Irrthum. Wer befehlen soll,

Muß im Befehlen Seligkeit empfinde».

Ihm ist die Brust von hohem Willen voll.

Doch was er will, es darf's kein Mensch ergründen.

Was er den Treusten in das Ohr geraunt.

Es ist gethau und alle Welt erstaunt.

So wird er stets der Allerhöchste sehn.

Der Würdigste; Genießen macht gemein.

Meph i stop h eles.

So ist er nicht! Er selbst genoß und wie?

Indeß zerfiel das Reich in Anarchie,

Wo Groß und Klein sich kreuz und quer befehdeten,Uud Brüder sich vertrieben, tödteten.