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Faust : eine Tragödie ; Theil 2 ;
(Vollendet im Sommer 1831)
Seite
229
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Thörigcr Liebe Neckereyen, Schcrzgcschrci und Lustgc-jauchze

Wechselnd übertäuben mich.

Nackt ein Genius ohne Flügel, faunenartig ohne Thicrheit

Springt er auf den festen Boden, doch der Boden gegen-wirkend

Schnellt ihn zu der lustigen Höhe, und im zwcytendritten Sprunge

Rührt er an das Hochgcwölb.

Acngstlich ruft die Mutter: springe wiederholt und nachBelieben,

Aber hüte dich zu fliegen, sreier Flug ist dir versagt.

Und so mahnt der treue Vater: in der Erde liegt dieSchnellkraft,

Die dich aufwärts treibt, berühre mit der Zehe nurden Boden

Wie der Erdenfohn Antäus bist du alsobald gestärkt.

Und so hüpft er auf die Masse dieses Felsens, von derKaute

Zu dem andern und umher so wie ein Ball geschlagenspringt.

Doch auf einmal in der Spalte rauher Schlucht ist erverschwunden.

Und nun scheint er uns verloren. Mutter jammert,Vater tröstet,

Achselzuckens steh' ich angstlich. Doch nun wieder welchErscheinen!

Liegen Schatze dort verborgen? Blumcnstreisige Ge-wände