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Faust : eine Tragödie ; Theil 2 ;
(Vollendet im Sommer 1831)
Seite
213
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Ich vergaß des Wächters Pflichten,

Völlig das bcschwornc Horn;

Drohe unr mich zu vernichten,

Schönheit bändigt allen Zorn.

Helen a«

U Das Ucbcl das ich brachte darf ich nicht^ Bestrafen. Wehe mir! Welch streng Geschicki Verfocht mich, überall der Männer Busen

So zu bethbren, daß sie weder sichk Noch sonst ein Würdiges verschonten. Raubend jetzt,I Verführend, fechtend, hin nnd her entrückend,I Halbgötter, Helden, Sötter, ja Dämonen,» Sie führten mich im Irren her nnd hin.

I Einfach die Welt verwirrt' ich, doppelt mehr,,' Nun dreyfach, vierfach bring' ich Noth auf Noth.I Entferne diesen Guten, laß ihn frei;

I Den Gottbcthörten treffe keine Schmach.

Faust.

t Erstaunt, o Königin, seh' ich zugleich' Die sicher Treffende, hier den Getroffncn;!. Ich seh' den Bogen, der den Pfeil entsandt.

Verwundet jenen. Pfeile folgen Pfeilen^ Mich treffend. Allwärts ahn' ich überquer

Gefiedert schwirrend sie in Burg und Raum,l Was bin ich nun? Auf cinmal machst du mirRebellisch die Getreusten, meine MauernUnsicher. Also fürcht' ich schon, mein HeerGehorcht der siegend unbesiegten Fran.

Was bleibt mir übrig, als mich selbst und alles.