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Faust : eine Tragödie ; Theil 2 ;
(Vollendet im Sommer 1831)
Seite
199
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1S9Phorkyas.

Gespenster! Gleich erstarrten Bildern steht ihr da.Geschreckt vom Tag zu scheiden der euch nicht gehört.Die Menschen, die Gespenster sämmtlich gleich wie ihr,Entsagen auch nicht willig hehrem Sonnenschein zDoch bittet oder rettet niemand sie vom Schluß;Sie wissen's alle, wenigen doch gefallt es nur.

Genug ihr seyd verloren! Also frisch an's Werk.

(Klatscht In die Hände; darauf erscheinen au der Pfortevermummte Zwerggestalten, welche die ausgisprochcmnBefehle alsobald mit Behendigkeit ausfuhren.)

Herbei du düstres, kugelrundes Ungethüm,

Walzt euch hieher, zu schaden gibt es hier nach Lust.Dem Tragaltar, dem goldgchörntcn, gebet Platz;Das Beil, es liege blinkend über dem Silber rand;Die Wasserkrüge füllet, abzuwaschen gibt'sDes schwarzen Blutes gräuelvolle Besudelung.Den Tcppich breitet köstlich hier am Staube hin.

Damit das Opfer niederknie«! königlich.

Und eingewickelt, zwar getrennten Haupts, sogleichAnstandig würdig, aber doch bestattet scy.

Shorführerin.

Die Königin stehet sinnend an der Seite hier.Die Madchen welket, gleich gemähtem Wiescugras;Mir aber dancht, der Aeltestcn, heiliger Pflicht gemäßMit dir das Wort zu wechseln, Ur - Urältcste.

Dn bist erfahren, weise, scheinst uns gut gesinnt,Obschon verkennend hirnlos diese Schaar dich traf.

Drum sage, was du möglich noch von Rettung weißt.