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Faust : eine Tragödie ; Theil 2 ;
(Vollendet im Sommer 1831)
Seite
161
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161Nereus.

Sind's Mcnschcnstimmen die mein Ohr vernimmt?Wie es mir gleich im tiefste» Herzen grimmt!Gebilde, strebsam Götter zu erreichen.

Und doch verdummt sich immer selbst z» gleichen.

Seit allen Jalircn könnt' ich göttlich ruh».

Doch trieb mich's an den Besten woylzuthnn;Und schmil' ich dünn zuletzt vollbrachte Thaten,So war es ganz als Hütt' ich nicht gcrathen.

Thüles.

Und doch, o Greis des Meers, vertrant man dir;Du bist der Weise, treib' uns nicht von hier!Schau' diese Flamme, menschenähnlich zwar,Sie deinem Rath ergibt sich ganz und gar.

Nereus.

Was Natt,! Hat Rath bei Menschen je gegolten?Ein kluges Wort erstarrt im harten Ohr.

So oft auch Tbat stch grimmig selbst gescholten,Bleibt doch das Volk selbstwillig wie zuvor.Wie Hab' ich Paris väterlich gewarnt,

Eh' sein Gelüst ein fremdes Weib umgarnt.Am griechischen Ufer stand er kühnlich da,Ihm kündet ich was ich im Geiste sah:

Die Lüfte qualmend, überströmend Roth,

Gebalke glühend, unten Mord und Tod:

Troja's Gerichtstag, rhythmisch festgebannt,Jahrtausenden so schrecklich als gekannt.

Des Alten Wort dem Frechen schien's ein Spiel,Er folgte seiner. Lust und Ilion fiel

E«ethe'ö Faust. II. Th. 11