Druckschrift 
Faust : eine Tragödie ; Theil 2 ;
(Vollendet im Sommer 1831)
Seite
149
Einzelbild herunterladen
 

149

H o m n ncul u s.

Ich schwebe so von Stell' zu StelleUnd mdchtc gern im besten Sinn entsteh«.

Voll Ungeduld mein Glas cntzwcy zu schlagen;Allein was ich bisher geschnHinein da möcht' ich mich nicht wagen.

Nur, nm dir's im Bcrtrann zu sagen:

Zwcy Philosophen bin ich ans der Spur.

Ich horchte zu, es hieß: Natur! Natur!Von diesen will ich mich nicht trennen.

Sie müssen doch das irdische Wesen kennen;

Und ich erfahre wohl am EndeWohin ich mich am allcrklügsten wende.

Mcphistopheles.

Das thu' auf deine eigne Hand.

Denn, wo Gespenster Play genommen.

Ist auch der Philosoph willkommen.

Damit man seiner Kunst und Gunst sich freue.Erschafft er gleich ein Duycnd neue.

Wenn du nicht irrst, kommst du nicht zu Verstand.Willst du entsteh». entsteh' auf eigne Hand!

H v m u ncul u s.

Ein guter Rath ist auch nicht zu verschmäh»,

M ep h ist o p h e l c s.

So fahre hin! Wir wollen's weiter sehn.

(Trennen sich.)Anaragoras «zu Thalek).

Dein starrer Sinn will sich nicht beugen.

Bedarf es weit'res dich zu überzeugen?