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Ganz eigen ist'S mit mythologischer Frau:
Der Dichter bringt sie, wie er's braucht, zur Schau;
Nie wirb sie mündig, wird nicht alt,
StctS appetitlicher Gestalt,
Wird jung entführt, im Alter noch mnfrcit;
G'nug, den Poeten bindet keine Zeit.
F a » st.
So sey auch sie durch keine Zeit gebunden!
Hat doch Achill auf Phcra sie gefundenSelbst außer aller Zeit. Welch seltnes Glück:Errungen Liebe gegen das Geschick!
Und sollt' ich nicht, sehnsüchtigster Gewalt.
Jn'S Leben zieh» die einzigste Gestalt?
Das ewige Wesen, Gottern ebenbürtig.
So groß als zart, so hehr als liebenswürdig.
Du sahst sie einst, heut Hab' ich sie gcsehn.
So schön wie reizend, wie ersehnt so schön.
Nun ist mein Sinn, mein Wesen streng umfangen.Ich lebe nicht, kann ich sie nicht erlangen.
C h i r o n.
Mein fremder Mann! als Mensch bist dn entzückt;
Doch unter Geistern scheinst du wohl verrückt.Nun trifft sich'S hier zu deinem Glücke;
Denn alle Jahr, nur wenig Augenblicke,
Pfleg' ich bei Manko vorzutreten.
Der Tochter Acsculaps; im stillen BetenFleht sie zum Batcr: baß, zu seiner Ehre,
Er endlich doch der Acrztc Sinn verkläreUnd vom verwegnen Todtschlag sie bekehre.