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Faust : eine Tragödie ; Theil 2 ;
(Vollendet im Sommer 1831)
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Wer schaut hinab vo» diesem hohen Raum

Jn's weite Reich, ihm scheint's ein schwerer Traum,

Wo Mißgestalt in Mißgestalten schaltet.

Das Ungesctz gesetzlich übermaltet.

Und eine Welt des Jrrtlmms sich entfaltet.

Der raubt sich Heerde», der ein Weib,

Kelch, Kreuz und Leuchter rom Altäre,

Berühmt sich dessen manche JahreMit heiler Haut, mit unverletztem Leib.

Jcht drangen Kläger sich zur Halle,

Der Richter prunkt auf hohem Pfühl,

Indessen wogt, in grimmigem SchwalleDes Aufruhrs wachsendes Gewühl.

Der darf auf Schand' und Frevel pochenDer auf Mitschuldigste sich stützt.

Und: Schuldig; Horst du ausgesprochenWo Unschuld nur sich selber schützt.

So will sich alle Welt zerstückeln.

Vernichtige» was sich gebührt;

Wie soll sich da der Sinn entwickelnDer einzig uns zum Rechten führt ?

Zuletzt ein wohlgesinnter MannNeigt sich dein Schmeichler, dein Bestechet';Ein Richter, der nicht strafen kann.

Gesellt sich endlich zum Verbrecher;

Ich malte schwarz, doch dichter» FlorZog ich dkl» Bilde s-xhzxchor.

(Pause.)