672 XNI. Abschnitt.
§. 698.
Wenn ein stehendem Wasser einen 'sichtba-ren Abfluß har, so nenne man es einen See.Einige, z. B. der Ge fersee, andern ihre Hohejährlich um ein Ansehnliches. Der Zirknitzer-sce im Herzogthum Krain trocknet sogar imAugust gänzlich auö, und bekömmt nach eini-gcr Zeit plötzlich und in kurzer Zeit sein Was-ser wieder. Unterirdische Höhlen, die mir ei-nem See in Verbindung stehen, können der-gleichen verursachen und auch machen, daßeinige Seen bep dem stillesten Wetter sehrungestüm si ch. Einige Seen, z. B. dasschwarze Meer, sind gesalzen. Das obere Was-ser desselben fließt durch den Bosporus bestan-dig gegen das Mittellandische Meer; ober inder Tiefe geht dagegen ein Strom aus diesemin das schwarze Meer, und daher bekömmteö sein Salzwasser.
Innere Beschaffenheit der Erde»S- 699.
Wenn man in die Erde grabt, so findetman mehrere über einander liegende Schichtenvon unterschiedenen Stein - und Erdarren, diewenigstens ungefähr horizontal laufen. Dieoberste besieht gemeiniglich aus Damm- oderGartenerde worin die Pflanzen wachsen, undin welche auch die Thiers und Pflanzen durchdie Fäulniß wieder aufgelöst werden: aber man