ZZ6 VtlI. Abschnitt.
jänge des Sternrohres findet man, wenn manbeider Gläser Brennweite zusammen nimmt.
§. Zy8.
Seht man vor das Augenglas des Stern-rohrsS noch zwey andere Augengläser von kurzenBrennweite^ auf eben dieselbe Weise, so hatman das Erdrohr (tubuz terrestri«). Dieses istgleichsam ein doppeltes Scernrohr, wovon dagnach dem Auge zu liegende, oder die beiden erstenAugengläser, dazu dient, daß sich die Gegen-stände, die man durch das Erdrohr betrachtet,aufrechtS darstellen, wenn diese beiden Glasereinerley Brennweite haben; hat aber das zwey-eAugenglas eine größere Brennweite als das erste,so dienen beide zugleich mit zur Vergrößerung.
§> 399-
Weil Kurzsichtige solche Sachen, die sehrentfernt sind, oder wovon parallele Strahlen inihre Augen fallen, nicht deutlich sehen, sondernnur solche, wovon aus einander gehende Strahlenauf das Auge fallen, so müssen sie das Augenglasoder die Augengläser bey allen diesen Fernröhrennäher nach dem Objectivglase zu rücken, weil als-dann die von den Gegenständen ausgehendenStrahlen diese Richtung bekommen; und dannvergrößern ihnen diese Werkzeuge die Gegen-stände noch mehr. Um nahe Gegenstande durchein Fernrohr deutlich zu sehen, muß man dieGläser weiter von einander rücken.
Z, 400.