288 VIll. Abschnitt.
Fig. sieht, das Bild cst des ganzen Gegenstan-des LO, dein Gegenstande völlig ähnlich undgleich, und eben so weit Himer dem Spiegel kkerscheinen, als der Gegenstand vor ihm liegt ").
Hieraus kann man leicht bestimmen, wie groß der Spie-gel seyn muß, darum man sich selbst ganz sehen soll.
') Das Bild des Gegenstandes mahlt sich auf der Ney-Haut, und von diesem hängen unsere Vorstellungenvon Figur, Farbe u. s. iv. ab. Entfernungen werdennicht gesehen sondern geschlossen und schwerlich ur-theilen hierüder zwey Mensche» einander vollkom-men gleich. L.
S> 3S8.
Stillstehendes Wasser giebt einen natürlichenebnen Spiegel ab; die künstlichen sind gemeinig-lich Glasscheiben, welche durch dahinter gebrach-tes Zinn und Quecksilber undurchsichtig -) ge-macht worden sind. Diesig ist deswegen nölhig,damit nicht etwa von Gegenstanden, die hinterdem Spiegel liegen, wenn er durchsichtig wäre,Lichtstrahlen sich mit den von dem Spiegel zu-rückgeworfenen Strahlen vermischen und zugleichmit ihnen ins Auge kommen können, in welchemFall der Spiegel kein deutliches Bild machenwürde; zugleich dient es aber auch dazu, daßder Spiegel so viel möglich alle auf ihn fallendeLichtstrahlen zurückwirft.
') Diese Erklärung ist wohl nicht hinreichend. Glasdurch Rauch geschwärzt, oder mit weissen Papierhinterlegt oder auf einer Seite matt geschliffen, ver-liert seine Dursichtigkeit und giebt dem ungeachtetnur einen sehr elenden Spiegel ab. Be» unferngewöhnlichen Spiegeln ist das Glas nichts weiter
als