Druckschrift 
Anfangsgründe der Naturlehre
Entstehung
Seite
250
Einzelbild herunterladen
 

2;a VII. Abschnitt.

§- -74.

Wenn aber das Ohr nicht dicht vor v gehas-ten würde, sondern elwan in (? wäre, so würdedie Röhre wenig zur Fortpflanzung des Schallesbis zu dem Ohre beylragen; denn die Strahlenwürden sich nun in O ausbreiten, nach L und ?und unzahligen andern Richtungen. Gabe manhingegen dem Rohre eine geschickte Gestalt vonder Art, daß die Strahlen zuletzt alle paralleloder beynahe parallel aus ihm heraus gingen,44Fig.: so würde es dienen, den Schall auchin einer noch größern Entfernung dem Ohre zuzuführen. Man nennt ein solches Werzeug einEpttichwhv (tubs liontores, ilentorouboniLs).

H- 275-

Man hat auch geglaubt, die Wirkung einesSprachrohrs bestehe zugleich mit darin, daß eseine größere Menge suft dadurch erschüttere, daßes selbst durch den hineingebrachten Schall in«ine schwingende Bewegung gesetzt werde; unddann würde es am besten seyn, dasselbe aus sehrelastischen Materien zu verfertigen. Indessenist auf der andern Seile wieder zu bedenken, daßein solches Sprachrohr einen starken Schall macht,aber doch auch zugleich die hineingerufenen Wortenothwendig undeutlich machen muß; und solcher-gestalt würde man also in Ansehung der Deut-lichkeit mehr bey unelastischen Materien ge-winnen, und die Wirkung des Sprachrohres

mehr