I9Z VII. Abschnitt.
Nähere Untersuchung der Luft.
§. 225.
Da die torricellische Röhre und die Glockender Luftpumpe gewöhnlicher Weise von Glasesind, so muß die Luft nicht durch die Zwischen-raumchen des Glases durchdringen können. Ebenso wenig dringt sie durch Metall (wie könnte mansonst die Luftpumpe von Metall machen?)/ unddurch nasses oder mir Qel durchdrungenes Leder.Durch Holz hingegen und durch viele andereKörper kann sie durchgehen.
Uebereilt ist Nollers Schluß; daß dieTbeilchen der Lustgröber seyn müssen als die Theilchen des Wassers,weil dießuft nickt durch nasses Leder dringe»könne.Ließ folgt gar nicht.
Z. 226.
Wenn man die Luft unter der Glocke weg-genommen hat, so hangt die Glocke fest an demTeller der Luftpumpe an. Die Ursache diesesZusammenhanges ist der Druck der Luft, welcheauswendig auf der Glocke aufliegt und inwendigkeinen oder doch nur einen höchst geringen Wider-stand findet. Man kann ihn berechnen (§. 215).Eben so wird auch der Schröpfkopf durch dieäussere Luft gegen die Haut gedrückt, wenn dieinnere in demselben durch die Warme verdünntworden; das Blut wird dabey in den Schröpf-kops hwcinqeftgen (Arm. zum 210 §). Aufeben dieft Webe hangt auch ein erwärmtes um-gestürztes Weinglas an einem Mörser, oder ein
nasses