588 VII. Abschnitt.
unter der Glocke bey <, r vorgestellt. Der Erfinder
der Birnprobe ist ebenfalls Hr. Snieacou, derselbst nicht einmal alle die Vorzüge seines Instru-ments ganz gekannt zu haben scheint. Aus dieseWeise allein läßt sich der Grad der Verdünnung derLuft messen: sie ist also eigentlich einDichrigkrics-zeiger, da das kleine Barometer, das man un-ter die Glocke setzt sowohl, als das Große, unddas Hcberförmigc, das man außerhalb anzubrin-gen pflegt, bloße Elastieirärezeicicr sind. Willman aus letztern, nach bekannten Regeln auf dieVerdünnung schließen, so geräth man oft in kaumzu übersehende Irrthümcr. Es entstehen nahmlichbeym Verdünnen der Luft elastische Dämpfe, dieihre Stelle vertreten, und auf das Barometer wir-ken, bei, der Virnxrobe aber, werden sie beymZulassen der Luft wieder niedergeschlagen, und wir-ken alsdann nicht mehr,auf das Quecksilber. Da-her rührt der oft sehr große Unterschied zwischender Verdünnung, die man aus dem Barometer,und der, die man aus der Birnpvobe geschlossen.Doch könnte auch der Unterschied der Rechnungenhier zum Theil entweder daher rühren, daß die be-kannten Gesetze (§.248) auf große Verdünnungennicht mehr anwendbar sind, oder daß die Birn-probe selbst, so richtig auch das Prineipium seynmag, worauf sich ihr Gebrauch gründet, nach ih-rer gegenwärtigen Einrichtung noch Mängeln un-terworfen ist, die sich nicht so leicht vermeiden oderschätzen lassen S. Ioh- Brook's vermischte Er-fahrungen, über die Electrieität, die Luftpumpeund das Barometer. Aus dem englischen mit Zu-sätzen und Anmerkungen von L. C. Q. Ruh» Lechz.>79°. 8- fl-.
§. 22l.
Anstatt des Gefäßes v bedient man sich ge-meiniglich glaserner Glocken, die auf einen mes-singenen Teller gesetzt werden. Zwischen denRand der Glocke und den Teller wird ein maßig
dickes