Wenn wir uns vorstellen, wir waren am erstenTage der Welt, und Sie fragten mich, ob esdcnnnutzlich sei, das Volk zu täuschen, so wurdeich antworten, nein, weil man Jrrthum und Aber-glauben, die noch unbekannt sind, nicht einfuhrendarf, ja selbst verhindern muß, daß sie sich einschleichen.Indem ich die Geschichte durchlaufe, so finde ich zweiArten von Betrugereien, die einen am Vermögen, wel-chen der Aberglaube zum Fußtritt dient, die andernsind diejenigen, welche mit Hülfe einiger Vorurtheilehaben dazu dienen können, den Geist des Volks fürdessen eignes Wohl zu handhaben. Die ersten dieserBetrüger sind die Bonzen, die Zoroaster, die Numa,die Mahomct ic., die ich Ihnen überlasse. Die andreArt sind die politischen, welche zum größten Vortheilder Regierung ihre Aussucht zu einem wundervollenSysteme genommen haben, um die Leute zu lenkenund folgsam zu machen. Ich rechne hierher den Ge-brauch, den man in Rom von den Augurn machte,deren Hülfe oft so nützlich gewesen ist, um den Auf-ruhr des Volkes, welchen unternehmende Tribunenerregen wollten, zu hemmen oder zu beschwichtigen.Ich könnte den Scipio Africanus nicht verdammenwegen seines Umganges mit einer Nymphe, wodurcher das Vertrauen der Truppen erlangte, und imStande war, glänzende Unternehmungen auszufüh-ren; ick) tadle weder den Marius wegen seiner altenFrau, noch den Sertorius, weil er eine Hündinn bei
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Friedrichs des Grossen Gedanken über Staat, Kirche, Fürsten und Volk
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