— 118 —
sel und weiter hin in unendlichen Ebenen offen.Daher ward in den östlichen Sitzen der Germanenstrenger und herrischer regiert (aKIiiolius rvAimlia-tili-) und der monarchische Königszügel mit straffe-rer Hand gehalten. Hier mußte das Schwerdt im-mer geschlissen sepn.
Und nun zwischen den beiden mächtigsten Staa-ten der Feste in der Mitte — zwischen Frankreich,welches monarchisch ist und zuletzt wieder viel mo-narchischer werden wird, und zwischen Nußland —in solcher Lage, wo wir mehr denn je der Stär-kung und Einigung bedürfen, wenn wir nicht end-lich wie ein zersprengter Sonnenball in tausendKometenstücke zerfliegen sollen, kann ein Verstän-diger solche Traume träumen? Wir bedürfen derdoppelten Kräftigung gegen so gewaltige Nachbarn.Sic ist nur möglich durch den Geist, durch dieLiebe, durch die gegenseitige Duldung, Hingebungund Aufopferung, durch eine weise Wägung undErwägung beide von den Negicrungcn und demVolke, was in unserer Lage möglich und ausführ-lich, was auf jeden Fall unumgänglich und unver-meidlich ist, was also geduldet und gcthan werdenmuß. Will man als Freiheitschwindcl, als Gesetz-losigkeit anklagen und strafen, was bei der Wogen-