— III —
man den Leuten jetzt als ein ausgemachtes Glückder Republiken einbilden möchte: geringe Auflagen,kein stehendes Heer, keine verderblichen Kriege. —Alles gleich lächerlich, aus gleicher Unwissenheit ge-boren.
Die Schweiz eine Republik? eine Republik indem Sinn, wie man es allgemein jetzt meint, undzwar in Paris und in Deutschland im strengstenabgeschlossensten Sinne meint? Die Schweiz eineRepublik? Ja; aber nur in der Bedeutung, wiedie Alten das Wort verstanden, eine rc« publica,ein Staat, ein Gemeinwesen. Die Schweiz warbis zur französischen Umwälzung einer der vielenAuswüchse des deutschen Kaiserreiches, einer der vie-len Auswüchse, die Manchen eine Verherrlichungder deutschen Entwicklung dünken. Sie war biszu jener Epoche eine Art Bundesstaat, ein Deutsch-land im Kleinen; nur daß sie keinen Kaiser hatte:geistliche und weltliche Fürsten, Bisthümer und Ab-teien, Stadt- und Land-Freistaaten, Unterthanen,Hörige, Leibeigene, Zugewandte und Schutzpflichtige.
Ihr Glück? hatte die Schweizerrcpublik diesesGlück einer Art Zauber zu verdanken, den der NameRepublik, der ihr in dem heutigen Sinn gar nichtzukömmt, über sie verbreitete und der alle fremden