Druckschrift 
Belgien und was daran hangt
Entstehung
Seite
37
Einzelbild herunterladen
 

Wellington hielt, als diese Sache zuerst anEngland gebracht ward, noch das Obersteuer desgroßbritannischen Staatsschiffes. Von seiner Par-thciansicht, wenn auch nicht von seiner Staatscinsicht,und auch von seiner besonders freundlichen Verbiu-dung init dem Hause Oranicn war, welche Wen-dung die Dinge auch nehmen mochten, wenigstensfür Frankreich keine erkleckliche Ausbeute zu hoffen.Bald aber trat dieser gegenwärtig größte europäi-sche Name trotzig von seiner Stelle ab, die er mitmehr Geschmeidigkeit und Biegsamkeit unter dasUnvermeidliche vielleicht noch Jahre hätte behauptenkönnen. Mit ihm traten die Tones ab und dieWhigs kamen ans Ministerium: Lord Grcy alserster Minister, Lord Palmerston als Minister deSAuswärtigen nahmen den Platz des europäischenFcldmarschalls ein. Es erschienen die Großbotschaf-rer der großen Mächte der Feste, von Seiten Frank-reichs Prinz Talleyrand, zur Stillung und Schlich-tung des belgisch-holländischen Haders. Es zeigtesich bald, daß Talleyrand seine Züge auf dem di-plomatischen Schachbrett so meisterlich geführt hatte,daß Palmerston fast nur als seine Kreatur erschien,als ein Herold, der seine Edikte ausrief, daß Eng-land ein ewiges örtliches und geographisches Natur-