— wir hatten im dreißigjährigen Kriege auf andereWeise ein Bild davon — wolle uns der gnadigeGott bewahren! Aber — aber — geliebter Freund!damit dieser Sturm nicht zu wild werde und end-lich alles nicderrase, ist es in der Zeit, wie sie amTage steht, eines jeden Biedermannes Pflicht, nichtgrade oder stracks wider zu gehen, sondern viel undweit mit zu gehen. Dem Adel vor allen ist beider Stimmung der Zeit doppelte Weisheit undMäßigung noth, damit ein plebeischcr Ungestüm,der sich bis in die Eingeweide des Pöbels hinab-senken will, nicht mehr und mehr fanatisirt werde.Selbst wenn ich Dir zugebe, daß gewaltthätigeBrechung alter Rechte und Vorrechte, daß auchviele unnöthige oder gar mißliche Neuerungen, jadaß eine Ebnung vieler würdigen Dinge bis aufden Boden, so daß man wie der Rothbart einstauf Mailands Maurcnschutt Salz darüber säenkönnte, u. s. w. u. s. w. vorgekommen sind und täglichvorkommen, so bedenke doch das allgemeine Unglückund Getümmel der letzten vier Jahrzehendc, undwie jeder gezwungen worden ist, sich auf das ge-schwindeste zu helfen, ohne Zeit zu haben, Zweckeund Mittel gegen einander abzuwägen. Wie Frank-reichs Umwälzung eine neue Weltgeschichte und eine
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