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Denkschrift für den Beitritt Badens zu dem ... Zollverein
Entstehung
Seite
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mit übereinstimmende Resultate geben die Toerechnungen über dmVerkauf der Seehäfen zum europaischen Consumo und überdie Ausfuhr der E rze u g u n g s m ä rkte *).

Den mittleren Verbrauch darf man hiernach ohngefahrauf 1 Pfund Kasse und auf ,'>4 Pfund Zucker für jedes In-dividuum der europäischen Bevölkerung annehmen,

Ist es hiernach unwahrscheinlich, daß die Kaffeconsumtion inBaden 2 Pfund, und die Zuckerconsumtion 6 Pfund auf denKopf betragen konnte? Man wird dieß nicht behaupten, wennman bedenkt, daß in einem großen Theilc Europa's die ökono-mische Lewe des Volkes, und in einem noch größern Theile un-seres Welttheils die hohen Zollauflagcn dem Verbrauch der Co-lonialwaaren weit minder günstig sind, und daß in einigen Län-dern , namentlich in Frankreich und Rußland, die Höhe derZölle die Fabrikation und Konsumtion des RunkelrubenzuckerSsehr begünstigt.

Die Kaffeconsumtion Frankreichs steht weit unter jenem Mitt-lern Betrag; sie schwankte vom Jahr 182020 zwischen 7 u.10 Millionen Kilogr,; die Zuckerconsumtion schwankte in diesemZeiträume zwischen 41 und 71 Millionen Kilogr,

Wohin sollen dann jene, dem europäischen Markte jahr-lich zuströmenden Colonialwaaren gelangen, wenn man nichtannehmen darf, daß in Ländern, wo sie weniger besteuert werden,und wo man Runkelrübenzucker weder producirt noch verbraucht,der Absatz und die Consumtion betrachtlicher seyn müssen? Undist dann der Verbrauch des Großherzogthums so bedeutend, daßsich nicht Beispiele einer gleich starken und selbst noch stärkernConsumtion selbst in Landern finden lassen, wo die Zölle sehrhoch, aber andere Umstände dem Verbrauche günstig sind? Ohn-

') Man berechnet die Quantität Zucker, welche, die ProductionvonAmemka und von Ostindien jährlich dem europäischen Marktliefert, auf 417 Mill, Kilogramme. Die Zusendung an Kasseaus den Erzcugungs-Landern kann etwa zu 1t)3 Mill. Kilo-gramme angenommen werden.

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