Lichtgestaltca der unrcrii Plaintc».
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gehl und auf derselben als ein schwarzer Fleck erscheine.Alle diese Erscheinungen stinimen mit der Beobachtunggenau ubcrein, und, waS besonders bemerkt zu werdenverdient, sie sind als nvthwcndige Folgen des Cvpcrnica-nischen Systcmes schon vor der Erfindung der Fernrohrevorausgesagt worden.
an») Die Veränderung deS Glanzes der Venus inden verschiedenen Theilcn ihrer scheinbaren Bahn ist sehrauffallend. Sie rührt von zwei Ursachen her: l) vondein veränderlichen Verhältnisse ihrer sichtbaren erleuchte-ten Flache zu ihrer ganzen Scheibe; und 2) von demveränderlichen Winkcldurchmesscr oder der ganzen schein-baren Größe der Scheibe selbst. So wie sich die Venusaus ihrer größten Elongation der untern Conjunctionnähert, nimmt sie die Gestalt einer Sichel an, welche im-mer schmaler wird; allein dieser Umstand wird einigeZeit lang mehr als ersetzt dadurch, daß ihre scheinbareGröße mit der Abnahme ihrer Entfernung von der Erdewächst. Auf diese Weise nimmt der Glanz deS Planetenzn, bis er endlich ein Maximum erreicht, welches bei einerElongation von ungefähr stattfindet.
an») Die Vorubcrgänge der VenuS vor der ^onnesind sehr seltene Erscheinungen, indem sie abwechselndnach Zeiträumen von n und von 115 Jahren vorfallen.Als astronomische Erscheinungen sind sie indessen änßcrstwichtig, indem sie das beste und sicherste Mittel darbieten,die Entfernung der Sonne von der Erde, oder ihre Pa-rallaxe, zu bestimmen. Ohne hier in die Einzclnhcitender Auflösung dieser Aufgabe, welche bei der großenMenge der zu beachtenden Umstände sich sehr unter ein-ander verwickeln, einzugehen, wollen wir blvs daS Prin-zip dieser Rechnung erläutern, welches an nnd für sichsehr einfach und einleuchtend ist. Es sei (Fig. 55) U dieErde, V die Venus und 5 die Sonne, ferner dasje-nige erctück der scheinbaren Bahn der Venns, welches siebeschreibt, während sie vor der Sonncnseheibe vorübergeht.
U mögen zwei Beobachter an den einander gegenüber-liegenden Endpunkten desjenigen Erddurchmessers sevn,welcher senkrecht auf der Ekliptik steht; und um die Sachenicht zu verwickeln, wollen wir die Umdrehung der Erde