Scheinbarer Lauf der Planeten.
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der? bis jetzt unentdeckte geben, und eS ist äußerst wahr»schcinlich , baß dieses der Fall ist , indem die Menge dermir mit Fernrohren sichtbaren oder sogenannten telcskopi-schen Sterne so groß ist, daß man mir erst einen kleinenTheil derselben hinlänglich beobachtet hat, um zu er-fahren, ob sie dieselben Orte behalten, oder nicht; auchsind die fünf zuletzt genannten Planeten sämmtlich erstinnerhalb der letzten sechzig Jahre entdeckt worden.
388) Die scheinbaren Bewegungen der Planetensind weit unregelmäßiger, als diejenigen der Sonne oderdes Mondes. Im Allgemeinen, und wenn man ihreOrte zu entfernten Zeiten vergleicht, rücken sie alle,wiewohl mit sehr verschiedenen Durchschnitts- oderm i tr l c rc n G e s ch w i no i g k c i t e n, in derselben Rich-tung fort, wie die beide» letzteren Wcltkbrpcr, d. h.der scheinbaren täglichen Bewegung entgegen, oder vonWesten nach Osten. Alle laufen rings um den ganzenHimmel, obschon unter sehr verschiedenen Umständen;und alle, mir Ausnahme der vier tcleskopischcn Plane-ten Ceres, Pallas, Inno und Vesta (die man deshalbauch die den Thierkreis überschreitenden oderU l tra z od i a ka l - Plan eten nennen kann), sind hin-sichtlich ihrer scheinbaren Bahn in sehr enge Grenzenauf jeder Seite der Ekliptik eingeschlossen, und voll-bringen ihren Lauf innerhalb derjenigen Zone des Him-mels, welche wir oben den Thierkreis genannt haben(Art. ZS4.).
389) Die einleuchtende Folgerung daraus ist, daß,welches auch sonst das Gesetz und die Natur ihrer Be-wegungen seyu möge, sie doch alle bcinabe in derEbene der Ekliptik vollendet werden, nämlich inderjenigen Ebene, in welcher unsere eigene Bewegungum die Sonne statt findet. Hieraus folgt, daß wirihre Bewegungen nicht im Grundrisse, sonder» imDurchschnitte sehen; ihre wirklichen Winkelbcwe-gungcn und Lincarabstände sind alle verkürzt undunter einander gemengt, während nur ihre Abweichun-gen von der Ekliptik in ihrer natürlichen Grbße undnicht in Folge der Perspective verkleinert erscheinen.