Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
249
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Eternbedeckungcn und Sonnenfinsternisse. Z4»)

oder der Entfernung von der Ekliptik, bedecken, welchedie Neigung der Mondsbahn zuläßt, d. h. innerhalbeiner HimuwlSzone von 16° 18^ Breite, in deren Mittedie Ekliptik liegt. Nichtsdestoweniger bleibt es immerwahr, daß der wirkliche Ort des Mondes, in Folgedieser Bewegung der Knoten, bei einem einzelnen Um-laufe nur sehr wenig von demjenigen abweicht, anwelchem er sich befinden würde, wenn die Knoten ganzunveränderlich waren. Beginnt z. B. der Mond sei-nen Lauf vom Knoten > an, so wird seine Breite, wenner nach ? gelangt und also einen Umlauf in der Langevollendet har, nicht über 8 Minuten betragen; und umdiese geringe Abweichung zu erklären und geometrischdarzustelle», ist man auf die Bewegung der Kno-ten verfallen.

346) Da nun der Mond (astronomisch gesprochen)sich in einer sebr mäßigen Entfernung von uns befin-det und in der That unser nächster Nachbar ist, wäh-rend die Sonne und die Sterne ungleich weiter entferntsind, so muß eS sich nothwendig ereignen, daß er, zureinen oder zur andern Zeit, vor jedem, innerhalb deroben beschriebenen Zone befindlichen Stern und Plane-ten vorübergeht, und ihn bedeckt oder verfin-stert, und, von der Oberfläche der Erde aus ge-scheu, ist dieses selbst noch bei Sternen, außerhalb je-uer Zone der Fall, wegen der Parallaxe, durch welcheder Mond scheinbar beinahe um einen Grad, nach ir-gend einer Richtung, je nach dem Standpunkte deSBeobachters, von dem Orte verrückt werden kann , anwelchem man ihn vom Mittelpunkte der Erde aus er-blickt. Selbst die Eoune ist von einer solchen Bede-ckung nicht ausgenommen, sobald irgend ein Theil derScheibe des Mondes bei seinem verschlungenen Laufein irgend einen Theil des Raumes eingreift, dendieser Lichtk'orpcr am Himmel einnimmt. In solchenFällen entsteht die auffallendste und eindrucksvollste allergelegcnhcirlichen astronomischen Erscheinungen, nämlicheine Sonnenfinsternis), wobei ein größerer oderkleinerer Theil, oder sogar, bei einigen seltenen Zu-sammentreffungcn, die ganze Sonuenschcibe verdunkelt,