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auf einander stoßen mögen, können sie sich nie sehr wehe thnn. Diese weicheArt Krieg zu führen, ist sehr löblich, und an einem blasenden Herolde, dieHcldcnthatcn zu verkündigen, kann es keiner der Kämpfenden Stirnc in diesemFalle fehlen.
„Gab es je einen Menschen, den die Natur bestimmt hat, ein ehrlicherMann zu sein, so ist es Heine, und auf diesem Wege könnte er sein Glückmachen. Er kann keine fünf Minuten, keine zwanzig Zeilen heucheln, keinenTag, keinen halben Bogen lügen. Wenn es eine Krone gälte, er kann keinLächeln, keinen Spott, keinen Wih unterdrücken; und wenn er, sein eigenesWesen verkennend, doch lügt, doch heuchelt, ernsthaft scheint wo er lachen,dcmüthig wo er spotten möchte: so merkt es jeder gleich, und er hat von solcherVerstellung nur den Vorwurf, nicht den Gewinn. Er gefällt sich, den Jesui-ten des Liberalismus zu spielen. Ich habe es schon einmal gesagt, daß diesesSpiel der guten Sache nühc» kann; aber weil es eine einträgliche Nolle ist,darf sie kein ehrlicher Mann selbst übernehmen, sonder» muß sie Andern über-lassen. So seiner bessern Natur zum Spott, findet Heine seine Freude daran,zu diplomatisircn, und seine Zähne zum Gcfängnißgittcr seiner Gedanken zumachen, hinter welchem sie jeder ganz deutlich sieht und dabei lacht. Denn zuverbergen, daß er etwas zu verbergen habe, so weit bringt er es in der Verstel-lung nie. Wenn ihn der Graf Moltkc in einen Federkrieg über den Adel zuverwickeln sucht, bittet er ihn, es zu unterlassen; „„denn es schien mir geradedamals bedenklich, in meiner gewöhnlichen Weise, ein Thema öffentlich zu er-örtern, daß die Tagesleidenschaften so furchtbar ansprechen müßte." " DieseTagcslcidcnschaft gegen den Adel, die schon fünfzigmal dreihundert fünf undsechzig Tage dauert, könnte weder Herr von Moltkc, noch Heine, noch sonst einernoch furchtbarer machen, als sie schon ist. Um von etwas warm zu sprechen,soll man also warten, bis die Leidenschaft, der er Nahrung geben kann, ge-dämpft ist, um sie dann von neuem zu entzünden? Das ist freilich die Weis-heit der Diplomaten. Heine glaubt etwas zu wissen, das Lafaycttc gegen dieBeschuldigung der Theilnahmc an der Juni-Jnsurrcction vcrthcidigcn kann;aber „„eineleicht begreifliche Diskretion"" hält ihn ab, sich deutlich auszu-sprechen. Wenn Heine auf diesem Wege Minister wird, dann will ich ver-dammt sein, sein geheimer Sekretär zu werden, und ihn von Morgen bisAbend anzusehen, ohne zu lachen."
Ich möchte herzlich gern auch die erwähnten zwei Artikel des Rcformatcurhier mittheilcn, aber drei Schwierigkeiten halten mich davon ab; erstens wür-den diese Artikel zu viel Raum einnehmen, zweitens, da sie auf Französischgeschrieben, müßte ich sie selber übersehe», und drittens, obgleich ich schon inzehn Cabincts-de-Lcctllre nachgefragt, habe ich nirgends mehr ein Exemplardes bereits eingegangenen Rcformatcur auftreiben können. Doch der Inhalt