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kämm ihre Prügel ganz unfigürlich, mit keinem geistigen, sondern mit einemwirklich materiellen Stocke, wie einst ihr Ahnherr Tcrsytcs . . .
Ja, es war ein lehrreiches Beispiel, das Du uns gäbest, edler Sohn desLaiirtcS, königlicher Dulder Odvsscus! Du, der Meister des Wortes, der inder Kunst des Sprechens alle Sterblichen übertrafest! jedem wußtest Du Redezu stehen, und Du sprachest eben so gern wie siegreich: nur au einen klcbrigtcnTcrsytcS wolltest Du kein Wort verliere», einen solchen Wicht hieltest Dukeiner Gegenrede Werth, und als er Dich schmähte, hast Du ihn schweigendgeprügelt. . .
Wenn mein Vetter in Lüneburg dies liest, erinnert er sich vielleicht unsererdortigen Spaziergänge, wo ich jedem Bcttcljungen, der uns ansprach, immereinen Groschen gab, mit der ernsthaften Vcrmahnuug: „lieber Bursche, wennDu Dich etwa später auf Literatur legen und Kritiken für die BrockhausischcnLitcratnrblättcr schreiben solltest, so reiß mich nicht herunter!" Mein Vetterlachte damals, und ich selber wußte noch nicht, daß „der Groschen, den meineMutter einer Bettlerin verweigerte, auch in der Literatur so fatalistisch wirkenkonnte!"
Ich habe oben der Brockhausischcn Literatnrblättcr erwähnt. Diese find dieHöhlen, wo die unglücklichsten aller deutschen Skribler schmachten und ächzen;die hier hinabsteigen, verlieren ihren Namen und bekommen eine Nummer,wie die vcrurthciltcu Polen in den russische» Bergwerken, in den Blciminciivon Novrogrod: hier müssen sie, wie diese, die entsetzlichsten Arbeiten verrich-ten, z. B. Herrn von Räumer als großen Gcschichtschrciber loben, oder Lud-wig Ticck als Gelehrten anpreisen und als Mann von Charakter u. s. w....Tie meisten sterben davon und werden namenlos verscharrt als todte Nummer.Viele unter diesen Unglücklichen, vielleicht die meisten, sind ehemalige Tcutoma-uen, und wenn sie auch keine altdeutschen Röcke mehr tragen, so tragen sie dochaltdeutsche Unterhosen; — sie unterscheiden sich von den schwäbischen Gesin-nungsgenossen durch einen gewissen märkischen Acccnt und durch ein weitwindigeres Wesen. Tie VolkSthümelci war von jeher in Norddcntschlaudmehr Affcktation, wo nicht gar ciustudirte Lüge, namentlich in Preußen, wo so-gar die Champion«, der Nationalität ihren slavischcn Ursprung vergebens zuverlang»«, suchten. Da lob ich mir meine Schwaben, die meinen es wenig-stens ehrlicher und dürfen mit größerem Rechte auf germanische Rayenrcinheitpochen. Ihr jetziges Hanptorga», die Cottasche Drein,onatsrcvüe, ist beseeltvon diesem Stolz, und ihr Redakteur, der Diplomat Kölle, (ein geistreicherMann, aber der größte Schwätzer dieser Erde und der gewiß nie ein Staats-gcheimniß verschwiegen hat!) der Redakteur jener Ncviic ist der eingefleischtesteRayenmäklcr, und sein drittes Wort ist immer Germanische, Romanische undSemitische Na?e , . . Sein größter Schmerz ist, daß der Champion des