- '>' .Ä'^'e ^ ^
r>s
!^t - Z
's/' ^
- ^
^ -> . ^ s ^ !
!p^> '.'! > e' ;' ,/!
Z '
'-.».lj- ^
'i ä- ' . //
's , v / ?,:
— 524 —
Heilungen haßten und verläumdctcn sie sich schon um die Wette: aber dieWissenden wußten sehr gut, daß es im Heere der deutschen Revolution eigent-lich nur zwei grundverschiedene Partheicn gab, die keiner Transaktion fähigund heimlich dem blutigsten Hader entgcgenziirutcn. Welche von beiden schiendie überwiegende ? Die Wissenden unter den Liberalen verhehlten einandernicht, daß ihre Parthri, welche den Grundsätzen der französischen FreihcitS-lchre huldigte, zwar an Zahl die stärkere, aber an GlaubenSeifer und Hlllfs-mittcln die schwächere sei. In der That, jene rcgencrirtcn Dcutschthiimlcrbildeten zwar die Minorität, aber ihr Fanatismus, welcher mehr religiöserArt, überflügelte leicht einen Fanatismus, den nur die Vernunft ausgebrütethat; ferner stehen ihnen jene mächtigen Formeln zu Gebot, womit man denrohen Pöbel beschwört, die Worte „Vaterland, Deutschland, Glauben derVäter u. s. w." elcktrisiren die unklaren Volksmassen noch immer weit siche-rer, als die Worte: Menschheit, Wcltbiirgerthum, Vernunft der Söhne,Wahrheit Ich will hiermit andeuten, daß jene Repräsentanten
der Nationalität im deutschen Boden weit tiefer wurzeln, als die Repräsen-tanten des CoSmopolitismus, und daß letztere im Kampfe mit jenen wahr-scheinlich den Kürzer» ziehen, wenn sie ihnen nicht schleunigst zuvorkommen. . . durch die welsche Falle.
In Revolutionszeiten bleibt uns nur die Wahl zwischen Tödten undSterben.
Man hat keinen Begriff von solchen Zeiten, wenn man nicht etwas gekostethat von dem Fieber, das alsdann die Menschen schüttelt und ihnen eine ganzeigene Denk- und Gcfühlswcise einhaucht. Es ist unmöglich, die Worte undThatcn solcher Zeiten während der Windstille einer FriedenSpcriode, wie diejetzige, zu beurtheilen.
Ich weiß nicht, in wie weit obige Andeutungen einem stillen Verständnißbegegnen. Unsere Nachfolger erben vielleicht unsere geheimen Uebcl, und esist Pflicht, daß wir sie darauf hinweisen, welches Heilmittel wir für probathielten. Zugleich habe ich hier oben insinuirt, in wie fern zwischen mir undjenen Revolutionären, die den französischen Jakobinismus auf deutsche Ver-hältnisse übertrugen, eine gewisse Verbündung statt finden mußte . . . Trotzdem, daß mich meine politischen Meinungen von ihnen schieden im Reiche desGedankens, würde ich mich doch jederzeit denselben angeschlossen haben aufden Schlachtfeldern der That. . . Wir hatten ja gemeinschaftliche Feindeund gemeinschaftliche Gefahren!
Freilich, in ihrer trüben Befangenheit haben jene Revolutionäre nie diepositiven Garantien dieser natürlichen Allianz begriffen. Auch war ich ihnenso weit vorauSgcschrittcn, daß sie mich nicht mehr sahen, und in ihrer Kurz-sichtigkeit glaubten sie, ich wäre zurückgeblieben.