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Licht zuweilen dm ungeschicktesten Händen, damit ein heilsamer Brand ent-stehe in der Welt... »
Nein, Polen ist noch nicht verloren . . . Mit seiner politischen Existenz istsein wirkliches Leben noch nicht abgeschlossen. Wie einst Israel nach dem FalleJerusalems, so vielleicht nach dem Falle Warschaus erhebt Polen sich zu denhöchsten Bestimmungen. Es sind diesem Volke vielleicht noch Thatcn vorbe-halten, die der Genius der Menschheit höher schätzt, als die gewonnenen Schlach-ten und das ritterthiimliche Schwcrtcrgcklirrc nebst Pferdcgctrampcl seinernationalen Vergangenheit! Und auch ohne solche nachbliihende Bedeutungwird Polen nie ganz verloren sein ... ES wird ewig leben auf den rühm-lichsten Blättern der Geschichte.
Nächst dem Durchzug der Polen habe ich die Vorgänge in Rheinbaycrn alsde» nächsten Hebel bezeichnet, welcher nach dcr JuliuSrcvolution die Aufregungin Deutschland bewirkte und auch auf unsere LandSlcute in Paris den größtenEinfluß ausübte. Die hiesige Volksversammlung war im Anfang nichtsanderes, als eine Filialgcscllschaft des Prcßvcrcins von Zwcibrückcn. Einerder gewaltigsten Redner der Bipontincr kam hierher; ich habe ihn nie in derVolksversammlung sprechen gehört, sah ihn damals nur zufällig einmal imKaffcchausc, wo er mit hoher Stirn das neue Reich verkündete, und die ge-mäßigten Vcrräthcr, namentlich die Redaktoren der augsburgcr Allg. Zeitungmit dem Strang bedrohte. . . (Ich wundrc mich, daß ich damals noch denMuth hatte als Redactcur der Allg. Zeitung thätig zu sein . . . Jetzt sinddie Zeiten minder gefährlich ... Es sind seitdem acht Jahre verflossen, undder damalige SchrcckcnSmann, der Tribun aus Zweibrllckcn ist in diesem Au-genblick einer der schrcibscligsten Mitarbeiter der Allgemeinen Zeitung . . .)
Von Rheinbaycrn sollte die deutsche Revolution ausgehen. Zweibrückcnwar das Bethlehem, wo die junge Freiheit, der Heiland, in der Wiege lag undwcltcrlöscnd greinte. Neben dieser Wiege brüllte manches Occhslcin, dasspäterhin, als man auf seine Hörncr zählte, sich als ein sehr gcmüthlichcsRindvieh verwies. Man glaubte ganz sicher, daß die deutsche Revolution inZwcibrückcn beginnen Wierde, und alles war dort reis zum Ausbruch. Aber,wie gesagt, die Gemüthlichkeit einiger Personen vereitelte jenes polizeiwidrigeUnterfangen. Da war z. B. unter den verschworncn Bipontincrn ein gewal-tiger Bramarbas, der immer am lautesten wüthctc, der von Tyrannenhaß amtollsten übersprudelte, und dieser sollte, mit der ersten That vorangehend, eineSchildwache, die einen Hauptposten bewachte, gleich niederstechen .. , „Was!— rief der Mann, als man ihm diese Ordre gab, — was! mir, mir konntetIhr eine so schauderhafte, so abscheuliche, so blutdürstige Handlung zumuthen?Ich, ich soll eine unschuldige Schildwache umbringen? Ich, der ich ein Fa-milienvater bin! Und diese Schildwachc ist vielleicht ebenfalls ein Familien-