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6 (1855) Vermischte Schriften : zweite Abtheilung
Entstehung
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Wie heißt er?" Ihr kennt ihn gut, ihn, dcr Euch einst hiuabsticß in dasReich dcr ewigen Nacht. . .

Pan ist todt!

Helgoland, den Ii). August.

Lasapctte, die dreifarbige Fahne, die Marseillaise . . .

Fort ist meine Sehnsucht nach Ruhe. Ich weiß jetzt wieder was ich will,was ich soll, was ich muß ... Ich bin der Sohn dcr Revolution und greifewieder zu den gefeptcn Waffen, worüber meine Mutter ihren Zauberscgenausgesprochen . . . Blumen! Blumen! Ich will mein Haupt bekränzen zumTodeskampf. Und auch die Lcper, reicht mir die Lcvcr, damit ich ein Schlacht-lied singe. . . Worte gleich flammenden Sternen die aus der Höhe herab-schießen und die Paläste verbrennen und die Hütten erleuchten . . . Wortegleich blanken Wurfspeeren, die bis in den siebenten Himmet hinaufschwirrenund die frommen Heuchler treffen, die sich dort eingeschlichen ins Allerhci-ligste... Ich bin ganz Freude und Gesang, ganz Schwert und Flamme!

Vielleicht auch ganz toll... < Von jenen wilden, in Druckpapier gewickel-ten Sonnenstrahlen ist mir einer ins Hirn geflogen, und alle meine Gedankenbrennen lichterloh. Vergebens tauche ich den Kopf in den See. Kein Wasserlöscht dieses griechische Feuer. Aber es geht den andern nicht viel besser. Auchdie übrigen Badegäste traf der pariser Sonnenstich, zumal die Berliner, diedieses Jahr in großer Anzahl hier befindlich und von einer Insel zur andernkreuzen, so daß man sagen konnte, die ganze Nordsee sei überschwemmt vonBerlinern. Sogar die armen Helgolandcr jubeln vor Freude, obgleich sie dieEreignisse nur instinktmäßig begreifen. Der Fischer, welcher mich gestern nachder kleinen Sandinsel, wo man badet, überfuhr, lachte mich an mit den Wor-ten:Die armen Leute haben gesiegt!" Ja, mit seinem Instinkt, begreift dasVolk die Ereignisse vielleicht besser als wir mit allen unseren Hlllfskenntnisscn.So erzählte mir einst Frau v. Dörnhagen: als man den Ausgang der Schlachtbei Leipzig noch nicht wußte, sei plötzlich die Magd ins Zimmer gestürzt, mitdem Angstschrei:der Adel hat gewonnen."

Diesmal haben die armen Leute den Sieg erfochten.Aber es Hilst ihnennichts, wenn sie nicht auch das Erbrecht besiegen!" diese Worte sprach dcrostpreußische Justizrath in einem Tone, der mir sehr auffiel. Ich weiß nichtwarum diese Worte, die ich nicht begreife, mir so beängstigend im Gedächtnißbleiben. Was will er damit sagen, der trockene Kautz?

Diesen Morgen ist wieder ein Paquet Zeitungen angekommen. Ich ver-schlinge sie wie Manna. Ein Kind wie ich bin, beschäftigen mich die rühren-den Einzelheiten noch weit mehr als das bedeutungsvolle Ganze. O könnte